Emilienhaus, Dr.-Josef-Koch-Straße 2

Kurze Geschichte des St. Emilien-Hauses

Um die geschichtliche Besonderheit des St. Emilienhauses darzustellen, muss ich mit der Kaufmannsfamilie Joseph Hötte sen. von Münster beginnen.
Die Veröffentlichungen der nachfolgenden Aufzeichnungen sollen ggf. vorgenannte Quellen ergänzen oder vervollkommnen.

1844
Der Münsteraner Kaufmann Joseph Hötte sen. kaufte 1844 den ehemaligen Gutshof „Gut Heidhorn“ in der Amelsbürener Bauernschaft Sudhoff bei Hiltrup. Er vererbte ihn später an seinen Neffen Joseph Hötte jun. (1838–1919). Sohn des wohlhabenden Pelzwarenhändlers Franz Hötte (1791–1869) in Münster.
Elisabeth Egger

1905
Der wohlhabende Pelzgroßhändler Joseph Hötte jun. (1838–1919) führte Gut Heidhorn relativ uneigennützig. Da er selbst kinderlos blieb, gründete er 1905 die Stiftung „Gut Heidhorn“. Begünstigte waren die Schwestern der Göttlichen Vorsehung, die hier einen Alterssitz für ihre pflegebedürftigen Mitschwestern einrichteten. In den 1960er Jahren wurde zusätzlich ein Schwesternheim gebaut, das heute von einigen Thuiner Schwestern (der Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Märtyrer Georg zu Thuine) bewohnt wird und vor allem der NABU-Naturschutzstation Münsterland als Basis ihrer vielfältigen Aktivitäten dient. Das heutige Wohn- und Pflegeheim wird von der Alexianer GmbH betrieben.
Ralf Klötzer, Theo Schemmelmann, Stadt Telgte

1911
Gertrud Emilie Hötte, geb. Primavesi, Ehefrau von Joseph Hötte, ist am 27.10.1911 in Münster gestorben. Der Tod von Emilie löste bei den Menschen in ihren Stiftungen große Trauer aus. Auch die Bevölkerung um Münster und vor allem in Münster war betroffen von dem Tod ihrer Wohltäterin.

Als sich der Trauerzug von Münster in Richtung Haus Heidorn in Rinkerode auf den Weg machte, gaben der Oberbürgermeister von Münster, Dr. Mathias Jungebold, der Regierungspräsident von Münster, Jaroslaw von Jarotzky, der Bischof Felix, Kardinal von Hartmann von Münster, Everhard Illigens, der Weihbischof von Münster, und das gesamte Domkapitel von Münster der Verstorbenen das letzte Geleit.

Die letzte Ruhestätte der Stifterin Emilie Hötte befindet sich in der Kapellengruft auf Gut Heidorn.
Hilmar Henke

1916
Der vermögende Gutsbesitzer und Pelzgroßhändler Joseph Hötte jun. (1838–1919) aus Münster erwarb 1916 ein Grundstück am Steintor in Telgte, um dort ein prunkvolles Backsteinhaus für die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung und einen Anbau für eine Handarbeitsschule und eine Kinder-Bewahrschule errichten zu lassen. Dieses Projekt wurde am 23.11.1916 in der Stiftung „Emilienhaus“ vor dem Justizrat Wilhelm Ellenhaus in Coesfeld und Gutsbesitzer Joseph Hötte jun. (1838–1919) aus Münster urkundlich beschlossen. In der Urkunde heißt es: „Über den Zweck und die Verfassung der Stiftung bestimme ich Folgendes: Zweck der Stiftung ist die Errichtung und Unterhaltung einer Kinder-Bewahrschule für die katholischen Kinder der Stadt und Gemeinde Telgte, die noch nicht schulpflichtig sind, sowie einer Handarbeitsschule für die katholischen Mädchen derselben Gemeinden. Die Leitung der Bewahr- und Handarbeitsschule soll durch Mitglieder einer katholischen Ordensgemeinschaft geführt werden, und zwar in erster Linie durch die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung. In den Vorstand der Stiftung berufe ich als ersten den Direktor der Genossenschaft der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung, Herrn Rampelmann aus Münster.
Ebenfalls wurde noch festgelegt, dass aus den Einkünften der „Stiftung Gut Heidhorn“ der „Stiftung Emilienhaus“ regelmäßig Zuwendungen gemacht werden sollen. Hierzu schrieb der Regierungspräsident Franz Hackethal von Münster am 2.5.1956: „Es wird damit zu rechnen sein, dass das Gut Heidhorn nach erreichter wirtschaftlicher Stabilisierung, insbesondere nach Auffüllung des Nachholbedarfs, auch die bestimmungsgemäß vorgesehenen der Stiftung ‚Emilienhaus‘ in Telgte zu gewährenden Zuschüsse bereitstellen wird.“
Stadt Telgte, Hilmar Henke

1918
Die Errichtung des St.-Emilienhauses am Steintor in Telgte wurde erst Ende des 1. Weltkrieges (1918) nach vielen Unterbrechungen in der Kriegszeit von den Architekten Heuring & Wagner aus Münster sowie der Baufirma Hubert Holtmann aus Telgte zum Abschluss gebracht. Da die wehrfähigen Männer im Krieg waren, arbeiteten 6 Maurer über 60 und 6 Handwerker, die unter 17 Jahre alt waren, auf der Baustelle.
Stadt Telgte, Hilmar Henke

Hausbeschreibung:
Das Emilienhaus am Steintor bestand aus einem großen rechteckigen eingeschossigen Gebäude sowie dem zweigeschossigen Schwesternhaus. Beide Gebäude waren durch einen schmalen Verbindungstrakt miteinander verbunden. Diese Anlage sollte als „Kinderbewahrschule und Handarbeitsschule“ dienen. Die Schwestern, die diese Einrichtung leiten sollten, erhielten im zweigeschossigen Gebäude ihre Unterkünfte, ihre Gemeinschaftsräume, ihre Küche und ihre Hauskapelle im Obergeschoss.
Der Verbindungstrakt und das rechteckige Gebäude (Barbara-Kindergarten) wurden 1986 zwecks der Baumaßnahme „Betreutes Altenwohnen“ abgebrochen.
Besonders prachtvoll ist die Haustür gestaltet, darüber eine Abbildung der Heiligen Emilie. In seiner tiefen christlichen Überzeugung übernahm Joseph Hötte den Namen „Emilie“ für dieses Haus. Denn die heilige Emilie de Rodat (1787–1852) ist eine französische Ordensgründerin, die ihre Berufung in der Erziehung armer Kinder sah. Auch er und seine Ehefrau Emilie wollten die Situation armer Kinder und Jugendlicher in Telgte verbessern.
Der Vorname „Emilie“ wird in der christlichen Tradition oft mit Tugenden wie Mitgefühl, Fleiß, Güte und Nächstenliebe in Verbindung gebracht.
Emilie ist nicht nur ein Name, sondern auch ein Ausdruck von Charaktereigenschaften.
An der rechten Seite des Hauses befindet sich ein Medaillon der Emilie Hötte, der Ehefrau des Stifters, mit dem Chronogramm des Jahres 1918.
In der ehemaligen Kapelle im Obergeschoss schmückt ein Deckengemälde des 18. Jahrhunderts, das die Verkündigung Mariens zeigt. Die ovalen Fenster stammen aus dem 17. Jahrhundert und zeigen Wappen der Äbtissinnen des Klosters Gravenhorst. Emilie Hötte stammte aus Gravenhorst und konnte durch Beziehungen zu ihrer Heimatgemeinde diese einzigartigen Bleiglasfenster aus dem 17. Jahrhundert für die Kapelle im Obergeschoss gewinnen. Das rechte ovale Fenster mit dem Dreiecksauge symbolisiert „Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist“. Das linke ovale Fenster ist eine unverkennbare Darstellung, bei der die Dornenkrone das Kreuz umwickelt und die Untrennbarkeit von Leiden, Opfer und Erlösung betont. Die ehemalige Kapelle ist auch vom Bassfeld aus durch ein eingemauertes Kreuz im Mauerwerk und an den beiden ovalen Fenstern zu erkennen.
Das St. Emilienhaus ist denkmalpflegerisch und architektonisch besonders wertvoll.
Der aufwendig gestaltete Schlussstein auf der Rückseite des Hauses mit einer Abbildung der Namenspatronin Emilie und dem Jahr 1906 wurde einem früher errichteten Gebäude entnommen.
Trotz umfassender Recherche fand ich bisher kein vergleichbares Objekt wie das St. Emilienhaus mit seiner Hauskapelle.
Stadt Telgte, Akten. LWL-DLBW, Bild- und Planarchiv, Hilmar Henke

1918
Joseph Hötte, 80. Geburtstag.

Der Bischof von Münster Dr. Poggenburg, Regierungspräsident Graf von Merveldt, Oberbürgermeister Dr. Diekmann, Domkapitular Hermann Rüping, Stadtdechant Kochmeyer, Landesmuseumsdirektor Prof. Dr. Geisberg und viele andere Persönlichkeiten kamen, um dem Kunstliebhaber, Mäzen und Stifter der Stadt Münster zu dessen 80. Geburtstag am 3. September zu gratulieren. In mehrspaltigen Beiträgen berichteten die Münsterischen Zeitungen an diesem Tag über den Pelzgroßhändler Joseph Hötte und dessen Ehefrau Emilie.
Papst Benedikt XV. beauftragte mittelbar Bischof Dr. Johannes Poggenburg, dem Jubilar das Großkreuz des St.-Silvester-Ordens für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche und den katholischen Glauben zu verleihen. Des Weiteren erhielt er auch den Roten-Adler-Orden.
Die umfangreichen Geldspenden, Stiftungen und die Gründung eines städtischen Versammlungshauses (das heutige Theater) sind nur ein Teil seiner Großherzigkeit. Sein Leben und seine Arbeit sind ein Beispiel dafür, wie unternehmerischer Erfolg und soziale Verantwortung gelingen können. 
Detlef Fischer, Hilmar Henke

1919
Joseph Hötte starb am 20. Januar nach langem, schwerem Leiden im Alter von 80 Jahren. Er war Stifter, Kunstliebhaber, Förderer und Mäzen. Der Tod löste bei den Menschen, die er einst unterstützte, und in seinen Stiftungen beachtliche Trauer aus. Auch die Bevölkerung im Münsterland, vor allem in Münster, war tief betroffen von dem Tod ihres Wohltäters.
Als sich der Trauerzug von Münster in Richtung Haus Heidorn in Rinkerode auf den Weg machte, gaben der Oberbürgermeister Dr. Franz Diekmann, der Regierungspräsident Felix von Merveldt, der Bischof von Münster Johannes Poggenburg, der Weihbischof von Münster und das gesamte Domkapitel von Münster dem Verstorbenen das letzte Geleit.
Die letzte Ruhestätte des Stifters Joseph Hötte befindet sich in der Kapellenkrypta auf Gut Heidorn.
Die aus Metall gefertigten Särge des Stifterehepaares Emilie und Joseph Hötte sowie seiner Eltern Franz Hötte (1791–1869) und Johanna Hötte, geb. Deiters (1796–1883), und des befreundeten Priesters, Vogelkundlers und Forstwissenschaftlers Professor Bernhard Altum (1824–1900) befinden sich in der Kapellenkrypta auf Gut Heidhorn.
Michael Grottendieck, Hilmar Henke

1950
Die Nähschule im Hauptgebäude des St. Emilienhauses unterrichtete bis zu 18 Mädchen. Aus der Nähschule wurden Nähkurse. Die Leiterin des Hauses, Schwester Walburga, gründete dort 1950 den Paramentenverein, in dem sich viele Telgter Frauen zusammenfanden, um Priestergewänder für die Mission herzustellen.
Stadt Telgte

1969
Im Jahre 1969 gaben die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung das St. Emilienhaus auf. Es stand dann einige Zeit leer, bis es 1970 von der Kirchengemeinde St. Clemens erworben und als Pfarr- und Jugendheim eingerichtet wurde. Auch der Paramentenverein traf sich weiterhin im St. Emilienhaus.
Stadt Telgte

1983
1983 wurde es von der Stadt erworben, die dort das städtische Jugendheim, die Musikschule, die Volksschule und Asylbewerber im Wechsel unterbrachte. 1987/88 war dort das Büro der Volkszählung.
Stadt Telgte

1986
Das St. Emilienhaus wurde am 25.02.1986 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Telgte unter der Lfd. Nr. 1/24 eingetragen. Bemerkung: Architektonisch und denkmalpflegerisch ist das St. Emilienhaus als besonders wertvoll einzustufen.
Stadt Telgte, Hilmar Henke

1986
Nach dem Abbruch des Kindergarten-Gebäudes ist der St. Barbara-Kindergarten in den Drostegärten in der Nachbarschaft der Don-Bosco-Schule neu entstanden.
Stadt Telgte

1990
Das St. Emilienhaus wurde 1990 an eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft veräußert, die in der unmittelbaren Nähe zum St. Emilienhaus dort einen Wohnpark mit 38 Wohnungen für ältere Menschen gebaut hat. Nach nur zehnmonatiger Bauzeit wurde der Wohnpark „Betreutes Wohnen“, zu dem auch der Umbau des St. Emilienhauses gehörte, am 1.10.1991 seiner Bestimmung übergeben und der Schlussstein gesetzt.
Stadt Telgte, Westfälische Nachrichten

1991
Die Bronzeskulptur vor dem St. Emilienhaus stellt den verstorbenen Sohn „Mathis“ des Telgter Bildhauers und Architekten Hans Dinnendahl (1901–1966) dar. Die Skulptur des sitzenden Mathis zeigt, wie er ein Spielzeugschaf in seinen Händen hält. Seine Schwester Maria stellte die Figur, die 1948 als Tonmodell zu seinem Gedenken entworfen wurde und 1991 in Bronze gegossen wurde, der Stadt Telgte zur Verfügung.
Sie schmückt eine Sitzgruppe, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügt und als Ergänzung zur neugestalteten Architektur des Wohnparks einen passenden Ort gefunden hat.
Westfälische Nachrichten, Hilmar Henke 

 

Danksagung
An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mich während der Recherche zur „Geschichte des St. Emilienhauses“ unterstützt und motiviert haben.
Dr. Fred Kaspar, Dr. Karoline Friemann, Dr. Simone Müller, Stadtarchiv Telgte, Stadt Telgte, Westfälische Nachrichten, Leon Zitlau, Michael Grottendieck, Detlef Fischer, LWL-DLBW, Bild- und Planarchiv, Theo Schemmelmann, Elisabeth Egger, Sabine Ahlbrand-Dornseif, Christian Kammler, Karl-Heinz Engemann.

Besonders möchte ich mich bei Herrn Dr. Ralf Klötzer von der Hötte-Stiftung für die Besichtigungen des Speichers und die Einzelbesichtigung der Kapellenkrypta bedanken, welche normalerweise nicht üblich ist.

Hilmar Henke

 

Bemerkungen zu den Bildern

zu Bild 1:
Das St. Emilien-Haus um 1950 mit dem Kindergarten St. Barbara
LWL-DLBW, Bild- und Planarchiv

zu Bild 2:
Die Nordseite des St. Emilien-Haus von 1990. Der St. Barbara-Kindergarten wurde 1986 abgerissen. Der niedrige Baukörper Waschraum und Toilettenanlage wurde zu einer nicht benannten Zeit ebenfalls abgebrochen.
LWL-DLBW, Bild- und Planarchiv

zu Bild 3:
St. Emilien-Haus Heute
Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 4:
Innenaufnahmen der Hauskapelle in dem Obergeschoss des Emilienhauses um 1918. Zu dieser Zeit waren die Okulifenster links und rechts des Altares noch vermauert.
Foto: Bistumsarchiv Münster

zu Bild 5:
Hauskapelle
An der Decke befindet sich in einem Stuckspiegel auf Holz gemalt eine Verkündigungsszene, die aller Wahrscheinlichkeit nach aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt.
Das rechte Fenster mit dem Dreiecksauge stammt aus dem 17. Jahrhundert und zeigt das Wappen der Äbtistinnen des Klosters Gravenhorst.
Foto: Stadtarchiv, Dr. Karoline Friemann

zu Bild 6:
Das 1,60 × 2,80 m große Deckengemälde zeigt eine „Verkündigungszene“ aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Stadtarchiv, Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 7:
Das rechte Okulifenster mit dem Auge und dem Dreieck (auch „Auge der Vorsehung“) genannt, ist ein Symbol, das hauptsächlich die christliche Dreifaltigkeit (Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist) darstellt und die göttliche Vorsehung symbolisiert, die alles sieht.
Foto: Stadtarchiv

zu Bild 8:
Das linke Okulifenster ist eine unverkennbare Darstellung, bei der die Dornenkrone das Kreuz umwickelt und die Untrennbarkeit von Leiden, Opfer und Erlösung betont. In der Kunst, wie in der Glasmalerei, dient dieses Motiv oft als Andachtsbild, das den Betrachter zum Mitleiden und zur Reflexion über das Opfer Christi bewegen soll.
Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 9a und 9b:
Haupteingang: St. Emilien-Haus.
Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 10:
Joseph Hötte (1839-1919)
Abb. LWL-MKuK/Sabine Ahlbrand-Dornseif

zu Bild 11:
Emilie Hötte (1838-1911)
Abb. LWL-MKuK/Sabine Ahlbrand-Dornseif

zu Bild 12:
An der rechten Seite des Hauses wurde ein Medaillon mit Bildnis einer Frau (Emilie Hötte) und darunter in einer Kartusche die lateinische Inschrift mit Chronogramm 1918 angebracht: DULCI & MILIae ConIUgI / HoC sIt InsIgne / Joseph Hoette [Der lieben und freundlichen Frau / soll das ein Zeichen sein = Im Sinn: Dies (Haus) möge eine Erinnerung an die liebevolle und freundliche Frau sein].
Dr. Fred Kaspar, Foto: 2025 Hilmar Henke.

zu Bild 13:
Der aufwendig gestaltete Schlussstein auf der Rückseite des Hauses mit einer Abbildung der Namenspatronin Emilie und dem Jahr 1906 wurde einem früher errichteten Gebäude entnommen.
Stadtarchiv, Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 14:
In der Kapellengruft auf Gut Heidhorn stehen die fünf reichverzierten Zinksärge der Verstorbenen:
Franz Hötte *4.7.1791 - †27.6.1869
Johanna Hötte geb. Deiters  *6.12.1796 - †4.6.1883
Bernard Altum *31.1.1824 - †1.2.1990
Joseph Hötte *3.9.1838 - 20.1.1919
Emilie Hötte geb. Primaversi *22.3.1838 - †27.10.1911
Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 15a und 15b:
Der Hausaltar gehörte zur Ausstattung des Emilienhauses an der Josephstraße 2 in Telgte, für die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung. Hier befand er sich im Besucherzimmer, eingesetzt in einer verglasten Wandnische. Diese gaben das Haus 1969 auf. Es ist bekannt, dass der Stifter des Hauses, Joseph Hötte jr. Münster, solche Gegenstände im Kunsthandel erwarb um seine Stiftungen damit auszustatten. Mit der Übernahme des Hauses 1971 gelangte es in den Kirchenbesitz. Bis 1980 stand der Hausaltar im Arbeitszimmer von Propst Wilhelm Fleuth.
Übersetzt heißt der Spruch auf dem Altarunterbau: „Heilige Maria, bete für uns.“
Foto: 2025 Hilmar Henke

zu Bild 16:
Die Bronzeskulptur vor dem „St. Emilien-Haus“ stellt den verstorbenen Sohn „Mathis“ des Bildhauers Hans Dinnendahl (1901-1966) dar. Diese Bronzeskulptur stifteten die Geschwister Maria und Monika Dinnendahl 1991 der Stadt Telgte.
Westfälische Nachrichten, Foto: 2025 Hilmar Henke